02.05.18 - Wissenschaftsbetrug im eigenen Fachbereich

Schlagwörter: Betrug, Germanistik

Diese Sitzung fand nicht statt, stattdessen wird hier die Hausaufgabe vorgestellt: "Wissenschaftsbetrug im eigenen Fachbereich und darüber hinaus".

In den Feldern finden sich jeweils stichwortartige Zusammenfassugen, die ganze Hausaufgabe ist als PDF angehängt.

Sitzungen

25.04.18 - Einführung

25.04.18 - Einführung

02.05.18 - Wissenschaftsbetrug im eigenen Fachbereich

09.05.18 - Kuriose Fälle des Wissenschaftsbetrugs

09.05.18 - Kuriose Fälle des Wissenschaftsbetrugs

16.05.18 - Die Erkenntnistheorie

16.05.18 - Die Erkenntnistheorie

30.05.18 - Der Positivismusstreit

30.05.18 - Der Positivismusstreit

06.06.18 - Fachbegriffe der Plagiatsjäger

06.06.18 - Fachbegriffe der Plagiatsjäger

13.06.18 - Schluss mit der Willkür an Hochschulen

13.06.18 - Schluss mit der Willkür an Hochschulen

Exkurs I - Hierarchie Vroniplag

Exkurs I - Hierarchie Vroniplag

20.06.18 - Lügen mit Statistik I

20.06.18 - Lügen mit Statistik I

11.07.18 - Lügen mit Statistik II

11.07.18 - Lügen mit Statistik II

Exkurs II - Personen bei Vroniplag

Exkurs II - Personen bei Vroniplag

18.07.18 - Abschlusssitzung

18.07.18 - Abschlusssitzung

Lernfazit und Sammlung der verwendeten Quellen

Lernfazit und Sammlung der verwendeten Quellen

Plagiate in der Germanistik

Historische Besonderheit des Fachbereichs:

  • Deutsche Literatur hat erst spät Verschriftlichung von geistigen Eigentum im heutigen Sinne.
  • Zunächst hauptsächlich Transkription und/oder Übersetzung von biblischen Texten (Mittelalter).
  • Selbst erste nicht christlichen Texte sind Übersetzungen und Interpretationen bereits vorhandener Geschichten (Hauptsächlich aus dem altfranzösischen Raum), oder gar eine Verschriftlichung von mündlichen Erzählungen.
  • Man spricht von vormoderner Textualität, da die meisten Texte zum Vorlesen gedacht waren. Nur wenige Menschen konnten im Mittelalter lesen.
  • Erst mit dem Buchdruck, und dann auch nur sehr langsam, entwickelt sich ein Verständnis von geistigem Eigentum im heutigen Sinne.

Literatur: Hilkert Weddige: Eine Einführung in die germanistische Mediävistik. München 1987, Kap. 2: "Zur Überlieferung der deutschen Literatur des Mittelalters". und Theisson, Phillip: Plagiat. Stuttgart: Kröner, 2009.

Ein Beispiel für Uni-spezifische Plagiatsdefinition

Betrug in der Wissenschaft

Alle Plagiats-und Betrugsfälle sind durch ihre Folgen wesentlich verheerender als durch ihre Ursache. Denn die Folgen sind schwer nachvollziehbar. Je länger der Betrug zurückliegt, um so später er auffällt, um so verheerender sind die Folgen für die Wissenschaft. 

Überdenkt man dies, so wird bewusst, dass selbst kleine "Verschönerungen" weitreichende Folgen haben. Wie problematisch diese Tatsache für die Wissenschaft ist, zeigt eine Umfrage der University of Exeter. Dort gaben 14 Prozent der Befragten an, schon mal geschönte Ergebnisse veröffentlicht zu haben. https://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-02/datenfaelschung-forschungsbetrug-plagiat-naturwissenschaft

Unterstützung und Hilfe in der Wissenschaft

Forscher werden durch viele Institutionen hilfreich unterstützt, wissenschaftlich korrekte Arbeiten zu verfassen. Unter anderem gibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Vorschläge heraus. Kurz gesagt empfehlen sie diese Punkte: 

  • Alle Resultate dokumentieren
  • Strikte Ehrlichkeit im Hinblick auf die Beiträge von Partnern
  • Sicherung und Aufbewahrung der Primärdaten
  • Konsequentes Anzweifeln aller Ergebnisse

Des weiteren ist eine große Diversität der Kriterien für Plagiate an den Einzelnen Universitäten und Einrichtungen festzustellen, welche stehts berücksichtigt werden muss. Diese Kriterien sind zumeist online für jeden einsehbar. Auch Zuständigkeitsbereiche, Verfahren und Fristen sind nicht überinstitutional geregelt.

Literatur: Wissenschaft, Deutsche Forschungsgemeinschaft. Komission Selbstkontrolle in der Wissenschaft: Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Erg. Aufl. Weinheim: Wiley-VCH, 2013.

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